Freitag, 2. Mai 2008

Guitar Hero!!!

Vor ein paar Tagen bin ich auf dem Heimweg zufälligerweise einem alten Bekannten vors Fahrrad gestolpert. Zu meinem größten Erstaunen musste ich feststellen, dass er eine Gitarre durch die Gegend spazierte. Hmm, in meinem Langzeitspeicher ist er als eine der unmusikalischsten Personen eingeordnet, die ich je kennengelernt habe. Also warum bitte nimmt der Kerl plötzlich Gitarrenunterricht?!?

"Tja, ich hab soviel Guitar Hero gespielt, da blieb mir keine Wahl und ich musste einfach anfangen, richtig Gitarre spielen zu lernen". Diese Antwort erzeugte bei mir eine Art bizarren Staunens, auch bekannt unter dem Namen: offener-Mund-Effekt. Wir haben uns danach noch eine Weile unterhalten, aber dieses Staunen setzte sich fest und ich konnte es nicht mehr vertreiben.

Mit der ersten freuen Minute habe ich den Rechner angeworfen, ein paar Details über Guitar Hero nachgelesen und mir letztendlich kurzentschlossen die PC-Version gezogen. Natürlich nur für empirische Zwecke. Das war am sehr späten Nachmittag. Kurz vor Mitternacht erinnerte mich meine bessere Hälfte unsanft daran, was für einen Lärm ich mache und dass wir nicht allein im Haus wohnen. Anders ausgedrückt: scheisse, das Spiel machte so richtig Spaß! Einen kleinen Makel gab es allerdings. Das Keyboard passte nicht wirklich und trübte die Stimmung ein ganz klein wenig. Zudem redete ich mir ein, dass alles nach dem einfachsten Schwierigkeitsgrad natürlich leichter sei mit einer Gitarre. Doofe Sache. Aber gut.

Am heiligen 1. Mai verbrachte ich unter anderem wieder einige Stunden mit dem Spiel (bin extra früher aufgestanden deswegen!) und langsam aber sicher reifte ein Entschluss. Aber nichts überstürzen, denn so ein Spiel macht Spaß für drei Tage, danach landet es irgendwo in der Ecke, setzt Staub an und wird nie wieder vorgeholt. Das sagte mir auf jeden Fall die Stimme der Vernunft. Heute morgen bin ich kurzentschlossen im Saturn vorbeigeschneit, um mir die PS2-Version mit Gitarre zu holen -.-
Seitdem sind ca. vier Stunden vergangen und mein Rücken beschwert sich bereits vom vielen Zocken. Wie soll das bitte enden? Zuerst mit einem kleinen Mittagschäfchen. Was danach kommt... man weiß es nicht genau.

Die Lektion des Tages: nie fragen, warum jemand ein Musikinstrument mit sich rumträgt. Großer Fehler, unbedingt vermeiden! Dafür gibts jetzt eine neue Attraktion für jede Party ;)

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