Sonntag, 27. April 2008

Was sollte man gelesen haben?

Tja, der Titel sagts deutlich: welche Literatur sollte man und natürlich auch Frau in seinem Leben wirklich gelesen haben? Funktioniert es überhaupt, eine Liste zusammenzustellen? Und viel wichtiger, ergibt so eine Aufzählung überhaupt einen Sinn?
Wohl kaum. Es gibt genug Beispiele die belegen, dass man kein einziges Buch gelesen haben muss, um durchs Leben zu kommen, um etwas Besonderes zu sein oder Außergewöhnliches zu leisten. Aber es scheint zu helfen ;)
Zudem sollte ich als Deutsch-Student einen gewissen Anspruch erfüllen, ob ich will oder nicht. Das steht leider außer Frage. Hoffentlich ende ich aber nicht als einer dieser altklugen Deutschlehrer, die nichts bessere zu tun haben, als besserwisserische Zitate in einem Augenblick des Triumphs unter die verdutzte Schülerwelt zu bringen.

Der gute Herr Reich-Ranicki hat einen Kanon veröffentlich, der die seiner Meinung nach 20 wichtigesten Romane der deutschen Geschichte enthält. In meinen Augen ist das eine gute Gelegenheit, damit ein kultureller Tiefflieger wie ich genüsslich die Lage sondieren kann. Natürlich beinhaltet dieser Kanon auch Dramen, Lyrik, Erzählungen und Essays. Aber für die erste Einschätzung der Lage konzentriere ich mich nur auf die Romane.

Die Wahlverwandschaften - Johann Wolfgang von Goethe
Die Leiden des jungen Werther - Johann Wolfgang von Goethe
Die Elixiere des Teufels - E.T.A. Hoffmann
Der grüne Heinrich - Gottfried Keller
Frau Jenny Treibel - Theodor Fontane
Effi Briest - Theodor Fontane
Buddenbrooks - Thomas Mann
Der Zauberberg - Thomas Mann
Professor Unrat - Heinrich Mann
Unterm Rad - Hermann Hesse
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Der Prozeß - Franz Kafka
Berlin Alexanderplatz - Alfred Döblin
Radetzkymarsch - Joseph Roth
Das siebte Kreuz - Anna Seghers
Die Strudlhofstiege - Heimito von Doderer
Tauben im Gras - Wolfgang Koeppen
Die Blechtrommel - Günter Grass
Montauk - Max Frisch
Holzfäller - Thomas Bernhard

Tja. Einerseits bin ich erstaunt darüber, wieviel ich davon bereits gelesen habe - auch wenn ich in der Schule nicht immer die Wahl hatte und es eher unfreiwillig war. Aber andererseits kenne ich manche Sachen davon überhaupt nicht! Dieser Weg wird lang, teuer und beschwerlich. Kleine Schritte machen...

Meine Stöberei hatte zudem erst begonnen. Deutsche Literatur höheren Anspruchs ist eine Sache, aber ich will mehr als irgendwelche österreichische Autoren, von denen ich bis jetzt nichts gehört hatte! Eine komplettere Liste von Büchern, die unbedingt irgendwann in meinem Bücherregal stehen sollen. Quasi meine persönliche Liste lesenswerter Bücher. Bücher, an denen ich Interesse habe, auch welchem Grund auch immer. Deshalb folgt eine recht willkürlich zusammengewürfelte Auflistung. Dabei gefällt mir besonders, das ich bei "gelesen" wesentlich mehr Haken machen kann. Nur im Bücherregal steht fast nichts davon :/

Odysee, Ilias - Homer
Sagen des klassischen Altertums - Gustav Schwab
Don Quijote - Miguel de Cervantes
Die göttliche Komödie - Dante Alighieri
Das verlorene Paradies - John Milton (+englisch, Himmel hilf)
Tom Sawyer und Huckleberry Finn - Mark Twain (+englisch)
Stolz und Vorurteil - Jane Austin (+englisch)
Die Liebe in den Zeiten der Cholera - Gabriel Garcia Marquez
Der Spieler - Fjodor Dostojewskii
Schuld und Sühne - Fjodor Dostojewski
Der Name der Rose - Umberto Eco
Der alte Mann und das Meer - Ernest Hemingway (+englisch)
1984 - George Orwell (+englisch)
Also sprach Zarathustra - Friedrich Nietzsche
Der kleine Prinz - Antoine de St.Exupery
Von Mäusen und Menschen - John Steinbeck (+englisch)
Mephisto - Klaus Mann
Das Parfüm - Patrick Süskind
Schöne neue Welt - Aldous Huxley (+englisch)
Gottes Werk und Teufels Beitrag - John Irving (+englisch)
Der Schwarm - Frank Schätzing
Steppenwolf - Hermann Hesse
Siddartha - Hermann Hesse
Die Physiker - Friedrich Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker - Friedrich Dürrenmatt
Moby Dick - Herman Melville (+englisch)
Neuromancer - William Gibson (+englisch)
Herr der Fliegen - William Golding (+englisch)
Fahrenheit 451- Ray Bradbury (+englisch)
Das Ekel - Jean Paul Sartre
Faust - Johann Wolfgang von Goethe
Dreigroschenoper - Berthold Brecht
Per Anhalter durch die Galaxis - Douglas Adams (+englisch)
Im Westen nichts Neues - Erich Maria Remarque

So, dann mal gleich anfangen mein Bücherregal auszumisten. Das wird ein Spaß. Vor allem sind da einige wirkliche Brummer dabei. Soll ich mir wirklich Paradise Lost antun? Bin mir ja nicht wirklich sicher, das wäre ein harter Kampf im Original - und wohl auch in der deutschen Übersetzung.

Samstag, 26. April 2008

Darth Vader in der Kantine

Hin und wieder gibt es auf YouTube echte Highlights, bei denen man sich wegschmeissen kann vor lachen. Und hier kommt so ein kleines Juwel ;)

In den Filmen lernt man den Todesstern (leider?) nur oberflächlich kennen. Doch natürlich arbeiten dort tausende von Menschen. Und wie in jedem großen Unternehmen gibt es eine Betriebskantine. Wie es dort zugeht, tja, das unterscheidet sich im wesentlichen nicht von der Sparkassenkantine nebenan.



Im Original nennt sich das Ganze «Death Star Canteen», eine Nummer des englischen Komikers Eddie Izzard. Da der Name wohl niemanden etwas sagt: er ist ein berühmter Komiker und Schauspieler, zu sehen war er unter anderem in Ocean's Twelve und Ocean's Thirteen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Name vorher auch nichts sagte.

Und nebenbei noch eine Frage an die allgemeine Beschaffenheit der Welt und ihrer Menschen: warum trifft man immer wieder Leute, die alleine einen Weg oder eine komplette Straße in Beschlag nehmen? Warum können die nicht rechts oder links laufen, warum immer genau in der Mitte, damit ja niemand an ihnen vorbeikommt? -.-

Dienstag, 22. April 2008

Partyspiele!

Durch mein englisches Games-Seminar bin ich tatsächlich in Versuchung geführt, meine Geburtstagsparty zu missbrauchen und allen mit kleinen Spielchen auf die Nerven zu gehen. Das wird ein Spaß, auf jeden Fall für mich ;)

Wer bin ich? Der Klassiker darf natürlich nicht fehlen: den Namen auf dem Zettel zu erraten, der auf der eigenen Stirn klebt. Ein absolutes Muss. Daran führt kein Weg vorbei.

Wer kann am längsten die Luft anhalten?

Wer kann am längsten auf einem Bein stehen?

Der Preis ist heiß! Die Preise irgendwelcher Gegenstände schätzen.

Ich packe meinen Koffer mit... ja, sowas darf auch nicht fehlen.

Natürlich wird in Nebenzimmer auch der Kickertisch stehen. Wenn nichts mehr geht, rettet der wenigstens den Abend. In den nächsten Tagen mal ausführlich Gedanken über weitere Spielchen machen. Dann noch die richtigen Leute einladen und der Abend könnte wirklich was werden. Auf jeden Fall mehr als nur essen und reden, reden und essen... und danach wird mich jeder hassen, weil ich auf diese bescheuerten Ideen gekommen bin ;)

Donnerstag, 17. April 2008

Transkriptionen, Streams und Angeberei

Für mein Gesprächsanalyse-Seminar müssen wir eine Transkription erstellen, d.h. eine Verschriftlichung eines Gesprächs. Witzigerweise hat unser Dozent ein Gespräch aus einer aktuellen Oliver-Geissen-Show ausgewählt. Wir sind selbst dafür zuständig, das Material zu besorgen. Allerdings haben viele keinen Video- oder DVD-Rekorder. Also was machen?

In ritterlicher Manier habe ich meinem Dozenten geschrieben und mich bereit erklärt, jeden mit diesen knapp zwei Minuten Filmmaterial zu versorgen. Denn das sei ja alles so easy. Kein Problem. Mein Plan: ich lade den Stream direkt runter und stelle den geschnitten Teil ins Netz, so dass jeder darauf zugreifen kann. Dadurch hinterlasse ich einen bleibenden Eindruck und alle finden mich toll ;)

Erstens kommt alles anders, und zweitens als man denkt. Mit keinem meiner kleinen Progrämmchen konnte ich den Stream direkt von rtl-now runterladen. Hmm, bissele rumprobiert, hurra, mit dem Real Player gehts! Allerdings speicherte der den File mit einer mir vollkommen unbekannten Endung ab: .ivr. Diesen File konnte ich mir zwar auf dem Real Player abspielen, aber nicht bearbeiten.
Was macht Mann von Welt? Genau, Oliver Geissen laufen lassen und Google um Rat fragen. Viele Downloads später hatte ich diverse Video Converter gefunden und ausprobiert. Versprochen haben sie viel, das Format tatsächlich erkannt hat keiner. Dumm gelaufen. ALso lief im Hintergrund immer noch Oliver Geissen, in einem Format, das ich nicht bearbeiten und umwandeln konnte. Wie großspurig war ich gleich nochmal in meiner Nachricht an den Dozenten? "Alles kein Problem, ich mach das schon." Sehr dumm gelaufen. Hatte ich meinen Mund vielleicht doch zu voll genommen und zu dick aufgetragen? Kündigt sich da etwa eine Blamage an?

Weiter rumgrübeln, nachlesen und rumfragen. Bis dann endlich der Einfall kam, Heureka! Einfach ein anderes Programm benutzen um den Stream runterzuladen, damit ich mich nicht mit dem .ivr Format rumärgern muss. Gesagt getan. Wieder Google angeworfen und diverse Programme ausprobiert. Nur leider scheinen die alle auf Youtube und Konsorten spezialisiert zu sein, bei rtl-now klappte nichts davon.

Was ist immer die letzte Möglichkeit? Richtig, auf dem gulli Board um Hilfe rufen. Mit dem Schritt hätte ich mir viel Zeit ersparen können. Ein paar Minuten später hatte ich das richtige Programm, um die Adresse des Files rauszufinden (URL Snooper). Mit einem weiteren empfohlenen Programm (Stream Down) konnte ich dann bequem und direkt den File runterladen, im leicht verdaulichen wmv Format. Jetzt nur noch den Window Movie Maker anwerfen und die entsprechende Stelle zusammenschneiden. Puuh. Glück gehabt.

Die Lektion des Tages? Nie den Mund zu voll nehmen. Außer man kennt jemanden, den man fragen kann, wenn man selbst nicht mehr weiter weiß. Denn dann kann man so großspurig auftreten, wie man nur möchte!!! ;)

Mittwoch, 16. April 2008

Das Leben an der PH

Was gibt es schöneres als eine erste Vorlesungswoche an der PH? Nichts! Erholt und hoch motiviert geht es wieder los. Hurra!

Dieses Mal hatte ich alle Anmeldefristen eingehalten, sämtliche Regularien und formellen Herausforderungen beachtet. Kurzum - ich hatte alles richtig gemacht. Mein sorgfältig ausgearbeiteter Stundenplan sieht sehr gut aus, keinerlei überflüssige Hohlstunden. Nicht zuviele und vor allem nicht zuwenige Wochenstunden, dazu ein Tagesfachpraktikum - das Semester kann losgehen!

Bekanntlich ist das Leben zwar hart - aber auch unfair. Im Bezug auf die PH sogar chaotisch. Stellenweise sogar verwirrend. Manchmal dermaßen verwirrend, dass am Ende die Leute, welche zuerst dachten alles richtig gemacht zu haben, die Verwirrten sind.

Doch zuerst das Positive. Mein erster Termin im Tagesfachpraktikum in Oberderdingen war unerwartet gut. Klar, in der Ortschaft sagen sich Kuh und Hase gute Nacht und die Bauern bringen die Traktoren heim sobald es dunkel wird. Wahrscheinlich könnte man vom Zentrum der Welt nicht weiter entfernt sein. Aber egal. In einer reinen Frauengruppe bin ich der Hahn im Korb. Allerdings erstmal abwarten, ob das mit sieben Frauen und einer Lehrerin wirklich toll werden wird. Trotz, oder vielleicht gerade wegen, des ländlichen Gebiets ist die Schule topp. Neben einem schnuckelig eleganten Wohngebiet gelegen überrraschte mich die Schule mit einem erstklassigen modernen Erscheinungsbild. Die technische Ausstattung ist auf höchstem Niveau, alles wirkt sehr hell, aufgeräumt und sehr sauber. So stelle ich mir eine Schule vor.
Wir sind in einer siebten Klasse, und entgegen aller Vorurteile sind die Schüler aufmerksam, aufgeweckt und voll motiviert. Kein Vergleich zu der neunten Klasse, die ich davor mitten in Karlsruhe hatte. Am 3.6. werde ich meine erste Stunde halten. Natürlich habe ich mir Grammatik geangelt, meine Stunde wird sich mit Wortarten beschäftigen. Ja, ich habe sadistische Züge in mir entdeckt. Und ich freue mich darauf!!

Ansonsten verliefen Montag und Dienstag problemlos für mich. In einigen Veranstaltungen gab es die obligatorischen Diskussionen, wenn Leute rausgeschmissen bzw. nicht reingelassen wurden. Aber da ich dieses Mal alles richtig gemacht hatte, war es mir relativ egal.

Heute musste ich dann leider mal wieder feststellen, dass man doch immer wieder der Dumme ist, wenn man sich an die Regeln hält. Wenn man sich über StudIP anmeldet, wochenlang auf der Warteliste hochrutscht und schließlich eine Teilnahmebestätigung bekommt, darf man sich freuen. Sollte man denken. Stattdessen erscheint man in diesem Seminar, die Dozentin packt eine fünf Wochen alte Liste aus, die mit der aktuellen auf StudIP nichts mehr zu tun hatte. Auf neuere Listen könne sie nicht zugreifen, da diese durch Systemabstürze und Fehlfunktionen eh nicht mehr zuverlässig seien. WTF?!?!
Lange Rede kurzer Sinn: plötzlich war ich nicht in der Veranstaltung, in der ich ordentlich angemeldet war. Ein paar andere haben sich geschickt hineinargumentiert, da sie weiter vorne saßen und deshalb zuerst zu Wort kamen. Nochmal, WTF?!?
Also sitze ich plötzlich da mit über zwei Stunden Freizeit. Nicht, dass ich extra für diese Veranstaltung aus einer anderen rechtzeitig ausgetreten bin. Denn ich halte mich ja an Regeln. Pfft. Nie wieder.
Statt einem lückenlosen Stundenplan habe ich urplötzlich eine Brunchpause und darf deswegen noch ein weiteres Seminar streichen, nur damit ich diese ominöse Englischveranstaltung zu einem anderen Zeitpunkt einschieben kann. Wenn ich sie nicht in diesem Semester unterbringe, dürfte ich nur ein Jahr darauf warten. Ist ja nix, wie die Dozentin meinte.

Was lernern wir darauf? Wegen einem Seminar, zu dem ich ordentlich angemeldet war, verpasse ich zwei andere. Ironischerweise ist das Seminar, in das ich jetzt noch glücklicherweise reingerutscht bin, in keinster Weise prüfungsrelevant - nach Aussage der Dozentin sogar komplett überflüssig. Sie würde es gerne loswerden, es sei ein Klotz am Bein. Wieso wird es dann überhaupt angeboten? Klar, wir bekommen eine Unterschrift für einen Modulbaustein. Aber wenn der Inhalt mehr oder weniger komplett egal ist?
Manchmal verstehe ich den tieferen Sinn eines Studiums an der PH nicht. Es werden konsequent zu wenige Veranstaltungen angeboten - und jeder weiß es. Warum aber werden Seminare veranstaltet, die inhaltlich zwar interessant, für den weiteren Verlauf des Studiums und die damit verbundenen Prüfungen uninteressant sind?

Samstag, 5. April 2008

Fußball im Internet

Regelmäßig werde ich gefragt: wo schaust du heute Bundesliga / Champions League? Wenn ich dann mit "per Livestream" antworte, bekomme ich als Reaktion meistens nur verdutzte Gesichter. Deshalb hier und heute eine kleine Aufklärung. Was hat es mit diesen Streams im Internet auf sich?

Zuerst das Grundlegende: Streams sind Datenströme im Internet, die jeder kostenlos und legal empfangen und auf einem Player wiedergeben kann. Hier betrachte ich exklusiv Fußballstreams.

Wie wohl jeder weiß, ist sowohl die Bundesliga als auch die Champions League bei uns auf Premiere zu sehen, da sie von der DFL die Rechte erworben haben. Allerdings verkauft die DFL diese Rechte auch ins Ausland. Somit erwerben andere Sender die Möglichkeit, diese Spiele zu übertragen. Neben der obligatorischen Fernsehaustrahlung finden sich auch immer mehr Sender, welche die Spiel im Internet übertragen per Livestream.
Entpsprechend einiger juristischer Aussagen ist Streaming nicht illegal, denn die Sender können mit ihrem erworbenen Material letztendlich machen, was sie wollen. Statements von Premiere oder der DFL zu der Thematik sind mir nicht bekannt.

Um es auf den Punkt zu bringen. Es ist eine Möglichkeit Fußball zu schauen - gratis, ohne irgendwelche anfallenden Kosten, nur mit einem Player, also ohne externe Extrageräte oder Basteleien. Der vorhandene Internetanschluss sollte natürlich zeitgemäß sein. Meines wissens sind die meisten Übertragungen so ausgelegt, dass sie auch gut mit 1000er DSL laufen.

Die Programme, um die Streams wiederzugeben, nennt man Player. Die gängigsten sind im Moment meiner Meinung nach Sopcast, TVU und TVAnts. Es gibt noch dutzende andere, keine Frage. Allerdings ist man mit diesen drei Programmen auf der sicheren Seite und kann fast alles empfangen. Dazu muss man sich nichtmal mit chinesischen Schriftzeichen konfrontiert sehen, wie bei den meisten anderen Playern. Dazu eine weitere Erläuterung: die Streams können je nach Sender mit einem anderen Programm empfangen werden. Deshalb ist man mit ca. drei unterschiedlichen Playern auf der sicheren Seite und findet immer eine Quelle. Sopcast ist mein persönlicher Favorit, gefolgt von TVU.
Übrigens ist der Kommentar natürlich auch in der jeweiligen Landessprache. Deshalb lohnt sich oftmals ein Radiokommentar verbunden mit der Stummschaltung des Streams. Wer einmal eine Auseinandersetzung zweier hitziger chinesischer Kommentatoren erlebt hat, weiß von was ich rede. Im ersten Moment ist es recht spaßig, aber auf Dauer, nun ja. Am liebsten schaue ich Spiele mit englischem Kommentar, denn plötzlich profitiert das Studium vom Hobby.

Der nächste Punkt ist die Verfügbarkeit der Spiele. Global betrachtet ist das Interesse an deutschen Begegnungen recht mau. Die spanische, italienische und vor allem die englische Liga ist deutlich präsenter. Ptraktisch betrachtet heißt das, man wird nie Probleme haben, eine Übertragung von Bayern München zu finden. Wenn ich jetzt allerdings wie heute gerne Bielefeld gegen KSC schauen würde, sieht es eher schlecht bis ganz schlecht aus. Anders ausgedrückt: ausländische Sender übertragen nicht unabdinglich alle Spiele der Bundesliga. Und wieso sollte das chinesische Staatsfernsehen ausgerechnet KSC übertragen, wenn stattdessen Bayern laufen könnte? Mit entsprechender Geduld findet sich letztendlich doch ein Stream, aber über die Qualität darf man sich dann wieder streiten.

Überhaupt ist die Qualität ein strittiges Thema. Um es auf den Punkt zu bringen: der erste Eindruck ist enttäuschend, wenn man nur die Übertragungen aus dem Fernseher kennt und auf der Suche nach einer Alternative zu Premiere ist. Meistens schaue ich nur auf Sendern, in denen ich auf Vollbild schalten kann, um dann gemütlich mit etwas Abstand im Sessel zu entspannen. Allerdings gibt es diese Möglichkeit nicht immer. Wenn ich aber ein Spiel unbedingt live sehen möchte, dann muss es hin und wieder auch mal im kleinen Fenster sein. Was macht man nicht alles, um seinen Verein zu sehen? Das mag jetzt doof klingen, aber man gewöhnt sich mit der Zeit an schlechtere Qualitäten, diverse Ruckler und Aussetzer.
Auf die Art und Weise des Streamings möchte ich noch kurz eingehen. Generell läuft alles etwas zeitversetzt ab, aber immer im erträglichen Rahmen, so dass der Live-Aspekt nicht verschwindet. Es ist zudem vollkommen normal, dass nach dem Starten alles recht ruckeling abläuft, da erst vorgebuffert wird, bis der Player genug darstellen kann. Das ist technisch bedingt und behebt sich nach wenigen Minuten. Letztendlich ist es schwer, ein Stream zu beschreiben. Man sollte es selbst ausprobiert und gesehen haben um herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen.

In Ordnung, jetzt sind die Grundlagen klar. Nur wo und wie findet man die Ausstrahlungen, was läuft wann auf welchem Sender? Es gibt diverse Unmengen von Seiten, die sich die Arbeit machen, sämtliche Termine hübsch verpackt zu präsentieren. Eine sehr praktische Angelegenheit. Hier sind meine persönlichen Favoriten myp2p.eu und streamcity . Auf beiden finden sich natürlich auch weitere Hinweise, Tipps und Tricks zum gesamten Themengebiet, welches mein kleiner Einsteigercrashkurs nur sehr eingeschränkt wiedergibt.
Eine sehr gute Zusammenstellung und weiteres Lesematerial über Fußball im Internet findet sich hier , inklusive ausführlicher Guides für die unterschiedlichen Streamingprogramme.

Zum Abschluss noch zwei Sachen.
Es ist möglich, über bwin die Bundesliga 100% live und sogar mit Konferenz zu schauen. Allerdings muss man, soweit ich weiß, inzwischen etwas eingezahlt haben, damit die Streams zugänglich werden. Bis vor kurzem war es möglich, ohne dieses aufgeladene Kundenkonto zu schauen. Seit dies nicht mehr geht, habe ich es nicht mehr probiert und weiß nicht, ob sich inzwischen wieder irgendwas verändert hat, bzw ob es wieder neue Tricks gibt.
Zum Thema Premiere. Es ist möglich, Premiere zu empfangen ohne dafür zu bezahlen. Dafür kann ich aber keine Bastelanleitung geben, da ich es nie selbst gemacht habe und es auch nicht plane. Zwar wäre es schön, in dieser Qualität Fußball zu schauen, aber ich werde deswegen nicht aus dem Rahmen der Legalität springen.

Tja, nach soviel Geschreibsel bleibt mir jetzt nur noch die Frage: wo schaue ich später Bielefeld gegen KSC an? Wohl doch im Biergarten um die Ecke.

Freitag, 4. April 2008

Overnext part IV

In den letzten Tagen haben es die Jungs und Mädels von Overnext doch wirklich geschafft, mich ins grübeln kommen zu lassen. Ständig habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie mir jemand nachweisen will, dass ich wissentlich eine Willenserklärung für einen Vertrag abgegeben habe. Meine Hirngespinste gingen sogar so weit, dass ich dachte, ein Richter würde sich den Anmeldevorgang anschauen und darüber entscheiden, ob ich es hätte erkennen müssen oder nicht.
Stattdessen bin ich unverhofft über die Seite der Verbraucherzentrale Berlin gestolpert. Dort fand ich folgendes Zitat. Und was soll ich sagen? Jetzt geht es mir sofort deutlich besser.
4. Welche Möglichkeiten habe ich, wenn der Preis zwar sichtbar beim Anmeldeformular genannt wird und ich ihn aber dennoch übersehen habe?

Einige Seitenbetreiber haben die Preisangabe inzwischen in unmittelbare Nähe zum Anmeldeformular gerückt. Dennoch wird dies von den Nutzern vielfach übersehen, weil die Kostenpflicht umständlich in einem längeren Fließtext erläutert wird oder weil auffällige Bilder und großformatige Werbeaussagen von dem deutlich kleiner geschriebenen Preis ablenken.

In diesen Fällen hat der Betroffene zwei Möglichkeiten: zum einen kann er seine Erklärung wegen Irrtums anfechten und zum anderen besteht bei solchen Verträgen grundsätzlich ein Widerrufsrecht.

Hat der Betroffene bei der Anmeldung nicht erkannt, dass diese mit Kosten verbunden ist, kann die entsprechende Erklärung wegen Irrtums angefochten werden. Für das Anfechtungsrecht ist nicht entscheidend, dass der Nutzer seinen Irrtum hätte erkennen können, wenn er sich die Seite nur gründlicher angesehen hätte. Entscheidend ist allein, dass er sich geirrt hat.

Ferner steht Verbrauchern beim Abschluss von Verträgen über das Internet grundsätzlich das Recht zu, den Vertrag innerhalb von zwei Wochen zu widerrufen. Diese Frist gilt aber nur dann, wenn man mit der Vertragsbestätigung (mindestens per E-Mail) eine ausführliche und korrekte Widerrufsbelehrung erhalten hat. Dies ist meist nicht der Fall, so dass dann sogar ein zeitlich unbegrenztes Widerrufsrecht besteht. Häufig wenden die Seitenbetreiber ein, das Widerrufsrecht sei vorzeitig erloschen, da mit der Dienstleistung bereits begonnen wurde. Das ist aber vor allem in den Fällen unzutreffend, wenn die Seite lediglich während der häufig eingeräumten „Testzeit“ genutzt wurde. Da der Vertrag erst danach beginnen soll, kann eine vorherige Nutzung nicht zum Erlöschen des Widerrufsrechts führen. Aber auch nach der Testzeit bewirkt die Nutzung des Angebotes allenfalls, dass die bis dahin angefallenen Gebühren zu zahlen sind – nicht jedoch der komplette Jahresbeitrag.

Mittwoch, 2. April 2008

Fußball und Training - Zwischenbericht

Montag abend habe ich mal bei einem organisierten Freizeitverein vorbeigeschaut und mitgekickt. Im Vergleich zu unserem wochenendlichen Gebolze waren mehr Leute dabei, mit denen man zusammen spielen konnte. Auch war die Laufbereitschaft und das Tempo deutlich höher. Einerseits war es deshalb extrem anstrengend, aber deshalb auch sehr spaßig, da sofort einige Laufwege passten und ein paar ansehliche Spielzüge dabei rausgekommen sind. Das hat mich sehr positiv überrascht und hat mir gefallen. Nächsten Montag schaue ich dort auf jeden Fall wieder vorbei. Vor allem existiert ein größerer Spielerpool, auch ein sehr großer Vorteil. Auf irgendwelche diffusen vier gegen drei Spielchen habe ich wirklich keine Lust mehr. Alles unter acht Leuten fühlt sich so unbefriedigend an, besonders wenn die konditionelle Seite bei den meisten nicht stimmt.
Das leidige Thema Kondition. Oh Hilfe. Mir ist deutlich vor Augen geführt worden, dass der Sprung zu einem Verein noch ein gutes Stück entfernt ist. Konditionell habe ich immer noch sehr vieles aufzuholen - mehr als mir bewusst war. Klar, in einem C- oder B-Klasse Team könnte ich ohne weitere Probleme mitkicken. Aber einfach nur mitkicken ist mir ja nicht genug. Ich will mehr als nur eine gute Aktion hinlegen können, ohne mich danach fünf Minuten lang ausruhen zu müssen. Wer Tore schießen und Vorlagen geben will muss mehr leider mehr machen, als nur rumzustehen und zu warten. Leider.

Deshalb muss ich mir über mein Trainig Gedanken machen.Vor allem audauertechnisch muss ich umdenken. Zwei oder drei Mal Joggen die Woche reicht nicht aus, da es nicht die Belastung vom Fußball spielen wiedergibt. Und der Trainingeffekt eines sonntäglichen Spaßkicks fast ohne Bewegung tendiert eh Richtung Null. Dementsprechend sollte und werde ich nur noch eine lange Laufeinheit die Woche machen. Mit meiner zweiten Einheit werde ich mehr in Richtung Steigerungsläufe und kurze, dafür schnelle Wege gehen. An Sprints traue ich mich noch nicht ran. Aber eine Einheut bestehend aus Ausdauerlauf und unterschiedlichen Steigerungsläufen sollte der richtige Weg sein. Genauere Details werde ich erst nachlesen müssen, doch in diese Richtung wird es gehen.
Am liebsten wäre es mir natürlich, alles mit Ball zu machen. Nur habe ich keine Ahnung, wie das alleine umzusetzen ist. Mit einem Partner wäre es soviel einfacher und erträglicher. Aber jedes Mal nach jemandem suchen der mitmacht, scheint mir keine befriedigende Lösung zu sein.

Mein persönliches Fazit was Fußball angeht: ohne Kondition gehts einfach nicht weiter. Von daher ist es einfach der wichtigste Bereich, in dem ich mich verbessern muss.

Etwas positives: der Muskelaufbau geht erstaunlich gut voran, das hatte ich nicht erwartet. Aber dann wieder, wenn nix vorhanden ist, lässt sich natürlich schnell etwas aufbauen.
Im täglichen Wechsel mache ich abwechselnd Bauch/Rücken und Oberkörper/Arme Übungen. Jede dieser Übungen besteht aus zwei mal zwölf Wiederholungen, die ich sehr langsam und bedacht ausführe. Das ist soviel anstrengeder als schnelles Dahingehuddele, ich habe es vorher ja nicht glauben wollen. Doch diese täglichen 15 Minuten fühlen sich deutlich effektiver an als alles, was ich bis jetzt ausprobiert hatte. So betrachtet bin ich zufrieden mit mir. Obwohl natürlich noch ein langer Weg vor mir liegt. Trotzdem - die ersten Schritte sind gemacht.

Meine Ernährung wird auch immer vorbildlicher. Wobei ich mich stellenweise frage, ob ich nicht zu wenig zu mir nehme. Im Vergleich zu der WeightWatchers-Flexpoint Aktion letztes Jahr kommen mir die Mahlzeiten und die Einteilung zwar deutlich bewusster vor. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass ich zu wenig esse. Hoffentlich rächt sich das nicht in absehbarer Zeit. Zuviel Sport und zuwenig essen sind nicht die beste Kombination. Darauf muss ich sehr genau achten. Aber abnehmen macht einfach zuviel Spaß im Moment. Übrigens ist mir aufgefallen, je mehr Sport ich mache, umso weniger Lust auf Süßigkeiten habe ich. Aus Langeweile esse ich noch hin und wieder Salzstangen wenn ich bequem auf der Couch liege, aber alles andere ist komplett weggefallen. Ein Erfolg für die Ernährung und das Abnehmen.
Der einzige Punkt, mit dem ich immer noch nicht zufrieden bin, ist das Trinken. Mit einem Trick habe ich versucht, mehr Wasser zu mir zu nehmen. Mit jeder Flasche Pepsi Light auch eine Flasche Wasser trinken, das war mein Plan. Allerdings bleibt das Wasser regelmäßig unberührt. Es schmeckt einfach soviel langweiliger, das ist nicht mehr feierlich. Mal weiterhin verschiedene Marken ausprobieren, vielleicht finde ich doch noch eine, die mir zusagt. Aber wahrscheinlich ist es genau die gleiche Gewohnheitsfrage, wie mit allem anderen auch. Einfach mal nicht Pepsi Light einkaufen und nur Wasser, nach zwei bis drei Tagen Entzug sollte sich die Umstellung von alleine ergeben. Nur wie halte ich mich davon ab, einfach loszulaufen um Nachschub zu holen? Wieso habe ich mich nur so an dieses teuflische schwarze Gesöff gewöhnt?!
Obwohl... wenn ich zurückdenke, lief der Wechsel von MezzoMix auf die Light Variante auch nicht anders ab. Am Anfang schmeckte es furchtbar grausam und langweilig. Nach einer Weile bemerkte ich keinen Unterschied mehr. Wird mit Wasser genauso funktionieren. Fehlt nur noch die Disziplin, um diesen Schritt auch wirklich in die Tat umzusetzen. Nur ein paar Tage Abstinenz...

Übrigens habe ich mir ein Springseil gekauft. Daran werde ich mich wohl morgen wagen. Mit beiden Beinen sollte es gut klappen, mal schauen auf wieviel Wiederholungen ich auf Anhieb komme. Bedenken habe ich allerdings, was das einbeinige Springen angeht. Seit den Operationen kann ich nichtmal auf dem rechten Fußballen stehen, geschweige denn Springen. Vielleicht sollte ich diese Übung einfach weglassen. Oder besser: erstmal die alten Rehaübungen wieder ausprobieren. Vielleicht hat sich durch das viele Laufen wieder eine Grundlage gebildet, so dass ich wieder ohne Hilfe auf dem rechten Bein stehen kann, bzw vielleicht sogar auf dem Fußballen?