So langsam weiß ich wirklich nicht mehr, was ich denken soll.
Allem Anschein nach liest der Feind in diversen Foren mit. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich erst eine Antwort auf meine formelle Mail bekommen habe, nachdem ich mich in einem Forum darüber ausgelassen hatte. Anzumerken sei dabei noch, dass sich deren Antwort auf ein Ticket bezog, welches ich nie bekommen hatte. Zwischen den Zeilen scheine ich zu erkennen, dass sie zuerst nicht auf meine Mail reagieren wollten, es dann aber doch taten. Dass ich dazwischen aber weder eine Information noch eine Bestätigung erhalten hatte, finde ich doch etwas sehr dubios. Aber passt zum Auftreten dieses Unternehmens.
Dazu passend eine interessante Stelle aus diesem Antwortschreiben:
Witzigerweise konnte ich mich nach meinem Reinschnuppern nicht mal direkt auf der Seite abmelden. So etwas wie einen Knopf zum Abmelden gibt es schlicht und einfach nicht. Darauf wurde auch in keiner Mail eingegangen.
Am 26.3. um 12:38 lief dieser Probeaccount aus, um 12:40 hatte ich die Rechnung in der Mailbox. Entdeckt habe ich dies dann am Abend, knapp vier Stunden später, woraufhin ich mich mit der Hotline und Support in Verbindung setzte und unter anderem auch nach einer kulanten Lösungsmöglichkeit fragte. Diese wurde aber abgetan, da die Buchung ja bereits erfolgte. Klar, wie hätte ich zwischen 12:38 und 12:40 auch nachfragen sollen. Oder anders gesagt, ich hätte entsprechend der Vorstellung von Overnext zwei Minuten Zeit gehabt, um nach Kulanz zu fragen? Wenn ich von diesen ominösen 120 Sekunden absehe bleibt immer noch der nette Verweis, ich hätte nach Kulanz fragen sollen, obwohl ich das gemacht habe! Ein weiterer dieser WTF-Effekte.
Auf die netten Drohungen gehe ich nicht ein, da dies doch für sich spricht. Einzig die arrogante Bemerkung, dass es zu einem Versäumnisurteil kommen werden, möchte ich ein wenig ins Rampenlicht rücken. Ansonsten hätte ich diesen Abschnitt wegen offesichtlicher Rechschreib- und Orthographiefehler als einen schlechten Witz abgetan. Leider ist es aber real.
Bis zum Erhalt dieser Mail war ich mir 100% sicher, dass ich im Rahmen der Anmeldung, in der Werbemail davor und den Mails danach nichts von irgendwelchen zusätzlich entstehenden Kosten gelesen und wahrgenommen habe. Der Mitarbeiter an der Hotline sagte mir sogar wortwörtlich: wir müssen sie nicht auf die Folgen einer automatischen Verlängerung aufmerksam machen, dafür sind sie selbst zuständig.
Entsprechend des mitgelieferten Links in der letzten Mail wunderte ich mich plötzlich und kam ins Stutzen. Wenn es nach diesem Screenshot geht, wurde ich darauf aufmerksam gemacht. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, sowas gelesen zu haben. Dient das nur der allgemeinen Verunsicherung oder war ich wirklich so blind? Bei der Anmeldung hatte ich extra auf solche Sachen geachtet, da ich mich nicht über den Tisch ziehen lassen wollte - entsprechend der vielen Usenet-Geschichte, die ich bereits gehört hatte. Und jetzt wird mir dieser Screenshot gezeigt.
Muss ich mir jetzt doch Sorgen machen? Ich hatte nie die Absicht, mich vertraglich an dieses Unternehmen zu binden. Hätte ich irgendwo gelesen, dass es nach Ablauf sofort zu einer Zahlung von 96€ kommt, hätte ich mir keinen Testaccount eingerichtet. Und jetzt wird mir quasi schwarz auf weiß präsentiert: ja, du hast davon gelesen. Ätsch, du bist zu doof und reingefallen. Gehen sie ruhig über Los, aber ihr Geld bekommen wir.
Hier der Screenshot, quasi in Worten wiedergegeben:
Auf dem gulli:board bin ich noch über eine andere Sache gestolpert, bzw über vier Punkte, die relevant sein könnten, auch wenn man sich bereits irgendwo angemeldet hat. Dementsprechend würde es immer noch keinen Grund geben, irgendetwas zu zahlen.
To be continued...
Allem Anschein nach liest der Feind in diversen Foren mit. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich erst eine Antwort auf meine formelle Mail bekommen habe, nachdem ich mich in einem Forum darüber ausgelassen hatte. Anzumerken sei dabei noch, dass sich deren Antwort auf ein Ticket bezog, welches ich nie bekommen hatte. Zwischen den Zeilen scheine ich zu erkennen, dass sie zuerst nicht auf meine Mail reagieren wollten, es dann aber doch taten. Dass ich dazwischen aber weder eine Information noch eine Bestätigung erhalten hatte, finde ich doch etwas sehr dubios. Aber passt zum Auftreten dieses Unternehmens.
Dazu passend eine interessante Stelle aus diesem Antwortschreiben:
Sie brauchen es wirklich nicht mehr zu versuchen mit uns darüber rumzudiskutieren - wenn Sie freundlich nach Kulanz gefragt hätten wäre das etwas anderes, beispieslweise wenn es einen besonderen Umstand gab warum Sie nicht rechtzeitig gekündigt haben, aber so eskaliert der Inkassofall am 31.03.08 10:53 Uhr geht zum Anwalt, 10 Tage später Mahnbescheid, 4 Wochen später Vollstreckungsbescheid, 8 Wochen später Klageschrift, und ca. 12 Wochenspäter Versäumnisurteil oder Verhandlung - dann können Sie alles gerne noch einmal mit Ihrem Anwalt dem Gericht einreichen. Das Häkchen für den Klageweg nach erfolglosem Anwaltsinkasso habe ich jedenfalls schon gesetzt.Eine kurze Rückblende. In naiver Voraussetzung hatte ich geglaubt, was mir in einer Werbemail von Overnext mitgeteilt wurde. Deswegen habe ich mich leider für einen kostenlosen Probeaccount angemeldet. Weder in der Werbung noch in den folgenden Bestätigungsmails war irgendetwas zu lesen von automatischen Verlängerungen oder irgendwelchen anfallenden Kosten.
Witzigerweise konnte ich mich nach meinem Reinschnuppern nicht mal direkt auf der Seite abmelden. So etwas wie einen Knopf zum Abmelden gibt es schlicht und einfach nicht. Darauf wurde auch in keiner Mail eingegangen.
Am 26.3. um 12:38 lief dieser Probeaccount aus, um 12:40 hatte ich die Rechnung in der Mailbox. Entdeckt habe ich dies dann am Abend, knapp vier Stunden später, woraufhin ich mich mit der Hotline und Support in Verbindung setzte und unter anderem auch nach einer kulanten Lösungsmöglichkeit fragte. Diese wurde aber abgetan, da die Buchung ja bereits erfolgte. Klar, wie hätte ich zwischen 12:38 und 12:40 auch nachfragen sollen. Oder anders gesagt, ich hätte entsprechend der Vorstellung von Overnext zwei Minuten Zeit gehabt, um nach Kulanz zu fragen? Wenn ich von diesen ominösen 120 Sekunden absehe bleibt immer noch der nette Verweis, ich hätte nach Kulanz fragen sollen, obwohl ich das gemacht habe! Ein weiterer dieser WTF-Effekte.
Auf die netten Drohungen gehe ich nicht ein, da dies doch für sich spricht. Einzig die arrogante Bemerkung, dass es zu einem Versäumnisurteil kommen werden, möchte ich ein wenig ins Rampenlicht rücken. Ansonsten hätte ich diesen Abschnitt wegen offesichtlicher Rechschreib- und Orthographiefehler als einen schlechten Witz abgetan. Leider ist es aber real.
Bis zum Erhalt dieser Mail war ich mir 100% sicher, dass ich im Rahmen der Anmeldung, in der Werbemail davor und den Mails danach nichts von irgendwelchen zusätzlich entstehenden Kosten gelesen und wahrgenommen habe. Der Mitarbeiter an der Hotline sagte mir sogar wortwörtlich: wir müssen sie nicht auf die Folgen einer automatischen Verlängerung aufmerksam machen, dafür sind sie selbst zuständig.
Entsprechend des mitgelieferten Links in der letzten Mail wunderte ich mich plötzlich und kam ins Stutzen. Wenn es nach diesem Screenshot geht, wurde ich darauf aufmerksam gemacht. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, sowas gelesen zu haben. Dient das nur der allgemeinen Verunsicherung oder war ich wirklich so blind? Bei der Anmeldung hatte ich extra auf solche Sachen geachtet, da ich mich nicht über den Tisch ziehen lassen wollte - entsprechend der vielen Usenet-Geschichte, die ich bereits gehört hatte. Und jetzt wird mir dieser Screenshot gezeigt.
Muss ich mir jetzt doch Sorgen machen? Ich hatte nie die Absicht, mich vertraglich an dieses Unternehmen zu binden. Hätte ich irgendwo gelesen, dass es nach Ablauf sofort zu einer Zahlung von 96€ kommt, hätte ich mir keinen Testaccount eingerichtet. Und jetzt wird mir quasi schwarz auf weiß präsentiert: ja, du hast davon gelesen. Ätsch, du bist zu doof und reingefallen. Gehen sie ruhig über Los, aber ihr Geld bekommen wir.
Hier der Screenshot, quasi in Worten wiedergegeben:
Tja. Der Preis ist in einem Fließtext versteckt, der aus mehreren Sätzen besteht. Im Gegensatz zu einigen unwichtigen Textpassagen ist der Preis und der Hinweis auf die Verlängerung nach Ablauf der Frist nicht hervorgehoben. Es gibt verschiedene Gerichtsurteile, nach denen dies nicht zulässig sei. Allerdings bräuchte ich wohl die Hilfe eines Anwalts, um hier tiefer in die Thematik einzudringen. Prinzip Hoffnung? Oder doch nur der Strohhalm?Ihr Testzugang ist 14 Tage lang bis zum 26.03.2008 12:38 Uhr kostenlos.
Möchten Sie den Zugang danach nicht weiter nutzen müssen Sie bis zu diesem
Zeitpunkt den Zugang per E-Mail abmelden/kündigen: Schreiben Sie an
abmelden[at]de.overnext.c*m - Sie erhalten innerhalb weniger Minuten eine
automatische Empfangsbestätigung, die Kündigung wird dann innerhalb weniger
Stunden vollzogen. Zu Ihrer Sicherheit findet keine automatische Verlängerung statt wenn das Download-Volumen verbraucht ist.
Wenn Sie während der Testphase ein Paket kaufen wird der Testzugang in den
neuen Tarif umgestuft. Sollten Sie kein anderes Paket kaufen und nicht
kündigen genießen Sie die Vorzüge des Testzugangs weiter und zwar für den
Preis von nur 7,95 EUR pro Monat ein Jahr lang mit einem monatlichen
Download-Volumen von jeweils 15 Gigabyte. Sie können jedoch jederzeit auch in einen anderen Tarif wechseln oder vorzeitig kündigen.
Auf dem gulli:board bin ich noch über eine andere Sache gestolpert, bzw über vier Punkte, die relevant sein könnten, auch wenn man sich bereits irgendwo angemeldet hat. Dementsprechend würde es immer noch keinen Grund geben, irgendetwas zu zahlen.
1. Bedeutet eine Bestätigung nicht automatisch, dass man die versteckten Kosten gefunden hat.Durch diese kleine Auflistung kommt wieder Hoffnung auf, obwohl ich als juristischer Laie im Moment nach jedem Strohhalm greifen werde, ob berechtig oder nicht. Zum Glück gibt es zu diesen vier Punkten aber auch die professionelle Meinung von Verbraucherschutzjurist Ronny Jahn:
2. greift noch der Aspekt "Sittenwidrigkeit wegen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung".
3. wird man nicht ausreichend über seine Rechte und auch über die Kosten aufgeklärt. Von daher keine Panik, wenn ihr eine Kündigung geschrieben habt.
4. Man kann die Zahlungsaufforderung wegen Irrtums anfechten (BGB §119)
Sollte dies der Fall sein, bleibt noch immer die Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB wegen eines Irrtums. Wenn man davon ausgeht, dass objektiv mit der Anmeldung eine Vertragserklärung für ein kostenpflichtige Angebot abgegeben, der Nutzer dies jedoch nicht wollte, so kann er seine Erklärung wegen dieses Irrtums anfechten. Dies muss allerdings unverzüglich nach nach Kenntnisnahme vom Anfechtungsgrund erfolgen. Entscheidend ist hierbei der Moment man erfährt, dass mit der Anmeldung gleichzeitig ein kostenpflichtiger Vertrag abgeschlossen wurde.Wie geht es jetzt weiter? Gute Frage. Kopf in den Sand stecken ist nicht erlaubt. Vielmehr sollte ich mich mit dem Verbraucherschutz in Verbindung setzen. Das könnte und sollte eine hilfreiche Alternative zum Einzelkämpferlehrgang sein.
Mangels Schutzbedürfnis haben die Seitenbetreiber in aller Regel auch keinen Schadensersatzanspruch nach § 122 BGB, da sie häufig den Irrtum veranlasst haben. Sie nehmen bewusst in Kauf, dass potentielle Kunden die möglichen Kosten übersehen. Hierfür spricht oft auch die Tatsache, dass die Zahlungsaufforderung erst nach der vermeintlichen Widerspruchsfrist verschickt wird und vorher ein entsprechender Hinweis per E-Mail nicht erfolgt.
To be continued...